Die Verwendung von Recycling-Bauschutt für Wald-und Feldwege kann teuer werden

Gepostet am 17. Feb 2013 in Abfall

Die Verwendung von nicht aufbereitetem Bauschutt oder fehlerhaft aufbereitetem Recyclingmaterial ist im Forstwegebau sowie im landwirtschaftlichen Wegebau weit verbreitet.  Was viele scheinbar nicht wissen – Es kann eine teure Angelegenheit werden!

Verstöße können dem Verursacher oder Grundstückseigentümer viel Geld kosten. Darüber hinaus können die Kosten für die Entfernung der Baustoffe fällig werden.

Doch das hat einen guten Grund: „Bauschutt oder Materialien, die Schadstoffe enthalten, wie Asbest, Teer und Ausbauasphalt gehören nicht in eine Bauschutt-recyclinganlage, sondern auf eine dafür zugelassene Deponie.

Keinesfalls aber gehören diese Schadstoffe in den Wald!

Deshalb sind die Bedingungen, unter denen eine Verwendung von Recycling-Bauschutt möglich ist, klar geregelt.

Laut einer gemeinsamen Bekanntmachung der Bayerischen Staatsministerien für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und für Landesentwicklung und Umweltfragen ist für den Wegebau neben der Verwendung von Natursteinwerken und anderen mineralischen Stoffen wie Kies oder Sand nur die Verwendung schadstofffreier Recyclingbaustoffe aus der Bauschuttaufbereitung (kein Straßenaufbruch, keine Baustellenabfälle) zulässig, die den geltenden umwelttechnischen Anforderungen entsprechen.

Was also, können Sie als Waldbesitzer tun?

Lassen Sie ausschließlich Recyclingmaterial einbauen, das das Gütesigel des Verbandes „Recycling Bayern e.V.“ hat. Alternativ dazu würde auch eine Analyse genügen. Diese Analyse muss aber klar dem Material zuzuordenbar sein, was die meisten „Laien“ nur schwer feststellen können und es muss die geltenden Richtwerte einhalten.

Bei Unklarheiten empfehlen wir Ihnen, bei Ihrer Behörde (z.B. Landratsamt-Staatliches Abfallrecht“) nachzufragen, denn inzwischen wird auch von Landkreis zu Landkreis unterschiedlich entschieden.

Mit einem Anruf bei der Behörde verschaffen Sie sich Klarheit und sparen sich Geld für den Wiederausbau des Materials.