Neue Leiternorm ab 2018

Gepostet am 20. Dez 2017 in Arbeitssicherheit

Mangelnde Standfestigkeit ist die häufigste Unfallursache beim Einsatz von Leitern.

Die zum 1. Januar 2018 in Kraft tretende überarbeitete Leiternorm macht deswegen neue Vorgaben, die die Standfestigkeit von Leitern verbessern sollen.

Die wichtigste Änderung der Norm DIN EN 131 betrifft tragbare Anlegeleitern mit einer Leiterlänge von über drei Metern.

Diese müssen in Zukunft eine größere Standbreite aufweisen, entweder durch eine Quertraverse oder durch eine konische Bauweise.

Von der Norm betroffen sind auch Mehrzweckleitern mit einem aufgesetzten Schiebeleiterteil.

Die Norm macht nicht nur Vorgaben zur Standsicherheit.

In Zukunft werden die Leitern in zwei Nutzungsgruppen unterteilt:

Leitern für den gewerblichen Gebrauch

Leitern für den privaten Gebrauch.

Entsprechende Piktogramme sorgen für die sichtbare Klassifizierung.

Was bedeutet die neue Norm für die Betriebe?

Ältere Leitermodelle, die nicht der aktuellen Norm und somit dem Stand der Technik entsprechen, können weiterverwendet werden, wenn deren Sicherheit für den entsprechenden Arbeitsauftrag gewährleistet ist.

Zur Einschätzung dient die Gefährdungsbeurteilung.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) empfiehlt, gegebenenfalls Leitern mit einer Traverse nachzurüsten.

Laut einer Statistik der DGUV gab es 2016 knapp 23.700 meldepflichtige Unfälle im Zusammenhang mit Leitern.

Fast jeder 15. Unfall hatte schwere Verletzungen zur Folge oder endete tödlich.

Die fehlende Standsicherheit der Leiter ist in fast 90 Prozent der Unfälle die Ursache.

Die überarbeitete Norm soll dafür sorgen, dass diese Gefahrenquelle bereits bei der Herstellung minimiert wird.

 

Eine unfallfreie Zeit wünscht

Ihre

E N V I L E X