Neues über den Einsatz von CO² – Feuerlöschern in Räumen

Gepostet am 27. Apr 2018 in Arbeitssicherheit

Der Einsatz von CO²-Feuerlöschern muss aufgrund der neuen Erkenntnisse überarbeitet werden. 

Löschmittel Kohlendioxid (CO²) wird sowohl in stationären Lösch-Anlagen wie auch in tragbaren und fahrbaren Feuerlöschern bereitgestellt. Bevorzugtes Einsatzgebiete sind beispielsweise elektrische Betriebsräume, Serveranlagen und Laboratorien, da das Löschmittel CO² rückstandsfrei löscht.

CO² ist farblos, geruchlos und schwerer als Luft.

Der Löscheinsatz mit CO² – Feuerlöschgeräten kann in kleinen und engen Räumen jedoch lebensgefährlich sein. Beim Löschen kann durch das in Sekunden freigesetzte CO²-Volumen sehr schnell eine hohe Konzentration von CO² in der Raumluft erreicht werden. Bereits ab 5 bis 8 Volumen CO² in der Atemluft droht Erstickungsgefahr. Verstärkter Atemantrieb oder Atemnot sind mögliche Warnzeichen.

Das Sachgebiet „Betrieblicher Brandschutz“ der DGUV hat in einem Projekt mit praktischen Löschversuchten folgende Ergebnisse für kleine und enge Räume, wie z. B. Schaltschrank-, Server-, Lager-, (Aufzug-) Triebwerksräume ermittelt:

Die bisherigen, auf das gesamte Raumvolumen bezogenen Berechnungen hinsichtlich der zu erwartenden CO²-Konzentration im Raum müssen korrigiert werden. Es muss mit einer anrechenbaren Raumhöhe von maximal 2 m statt der tatsächlichen Raumhöhe gerechnet werden. Um keiner Gefährdung durch das freigesetzte CO² ausgesetzt zu sein, bedeutet dies, dass für eine Person die sich im Raum aufhält um einen Brand zu löschen, pro Kilogramm CO²-Löschmittel mindestens eine freie Grundfläche von 5,5 m² vorhanden sein muss.                                              

  • 2 kg CO²-Feuerlöscher erfordern mindestens 11m² freie Grundfläche
  • 5 kg CO²-Feuerlöscher erfordern mindestens 27,5 m² freie Grundfläche

Wenn das Verhältnis von Raumgröße (freie Grundfläche) zu Löschmittelmenge kleiner als 5,5 (m²/kg) ist, muss das Löschen des Brandes von außen durch den geöffneten Türspalt erfolgen. Anschließend ist die Tür zu schließen. Der Brandraum darf danach nur noch nach wirksamen Belüftungsmaßnahmen oder geschützt mit Umluft-unabhängigem Atemschutzgerät betreten werden, z. B. durch die Feuerwehr.

Was müssen Sie als Unternehmer tun?

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung hat der Unternehmer oder die Unternehmerin die bereitgestellten CO²-Löschmittelmengen (Feuerlöscher) in Bezug zu den Raumgrößen zu überprüfen. Gegebenenfalls sind weitere oder andere technische und/oder organisatorische Maßnahmen (z. B. andere Löschmittel von außen zu betätigende Löscheinrichtungen Kleinlösch- oder Objektlöschanlagen Betriebsanweisung, Sicherheits- und Gesundheits-schutzkennzeichnungen) umzusetzen.  Eine neue DGUV Information mit entsprechenden Informationen für die Anwendung und Umsetzung im betrieblichen Brandschutz und zum Personenschutz wird zurzeit durch das Sachgebiet „Betrieblicher Brandschutz“ der DGUV erarbeitet.

 

Eine unfallfreie Zeit wünscht

E N V I L E X

Arbeitssicherheit-Umwelt

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