Neuigkeiten für Hauseigentümer/Vermieter zum Thema Trinkwasser

Gepostet am 4. Feb 2018 in Allgemein, Arbeitssicherheit, Umwelt

Neufassung der Trinkwasserverordnung (2018)

Am 10. Januar 2018 ist die Neufassung der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) in Kraft getreten.

Für Eigentümer einer Trinkwasserinstallation sind damit wesentliche Änderungen in Kraft getreten, die schnellstmöglich umgesetzt werden müssen.

Begriffe: 

Trinkwasserverordnung – TrinkwV: der bisherige Bezug der Trinkwasservorordnung auf die TrinkwV 2001 entfällt.

Inbetriebnahme einer neuen Trinkwasserinstallation (§9 Abs. 4)

Innerhalb von 16 Wochen nach Neuinstallationen sind keine Maßnahmen erforderlich, wenn die Konzentrationen für die Parameter Blei, Kupfer oder Nickel weniger als das Doppelte des Grenzwerts überschreiten.

Untersuchungsauftrag

Die TrinkwV schreibt jetzt explizit vor, dass die Untersuchung durch den Unternehmer oder sonstigen Inhaber (UsI) einer Wasserversorgungsanlage bzw. Trinkwasserinstallation inkl. der Probenahme bei einer zugelassenen Untersuchungsstelle beauftragt werden muss.

Dies gilt sowohl für die Untersuchung des Trinkwassers (§14 Abs.6) als auch die Untersuchung des Warmwassers der Trinkwasserinstallation auf Legionellen (§14b Abs. 2).

Dadurch soll der direkte Kontakt zwischen UsI und Labor sichergestellt werden.

Die Beauftragung des Labors durch einen vom UsI bevollmächtigten Dritten (z. B. Hausverwaltung) soll aber weiterhin möglich sein.

 

Untersuchungen in Bezug auf Legionellen (§14b)

Alle Vorgaben zur Untersuchung von Legionellen in der Trinkwasserinstallation sind jetzt im neuen §14b ‚Untersuchungspflichten in Bezug auf Legionella spec.‘ zusammengefasst worden.

Bei neuen Anlagen muss die Erstuntersuchung innerhalb von 3-12 Monaten nach der Inbetriebnahme durchgeführt werden.

Anzeigepflicht bei Überschreitung des Maßnahmewerts für Legionellen (§15a)

Bei Überschreitung des Maßnahmewerts für Legionellen von 100 KBE/L sind die Labore künftig verpflichtet, dies unverzüglich dem zuständigen Gesundheitsamt anzuzeigen.

Den Umfang der Anzeige regelt der neue §15a ‚Anzeigepflicht für Untersuchungsstellen‘:

Nach §15a Abs. 2 muss die Anzeige mindestens folgende Angaben enthalten:

  • Name, Anschrift, Tel.-Nr und E-Mail-Adr. der anzeigenden Untersuchungsstelle,
  • Name, Anschrift, Tel.-Nr und E-Mail-Adr. des Unternehmers oder
  • Name, Anschrift, Tel.-Nr und E-Mail-Adr. des sonstigen Inhabers

der betroffenen Wasserversorgungsanlage oder

  • Name, Anschrift, Tel.-Nr und E-Mail-Adr. der in seinem Auftrag handelnden Person,
  • Ort der Probennahme nach Gemeinde, Straße, Hausnummer und Entnahmestelle,
  • Zeitpunkt der Probennahme,
  • Alle Untersuchungsergebnisse des von der Überschreitung nach Absatz 1 betroffenen Untersuchungsauftrags
  • Die Bestätigung, dass der Unternehmer oder sonstige Inhaber der betroffenen Wasserversorgungsanlage über die Überschreitung informiert wurde.

Da die Verordnung bereits in Kraft ist, müssen die Vorgaben der TrinkwV entsprechend schnell umgesetzt werden.

Hauseigentümer/Vermieter als Betreiber einer „Wasserversorgungsanlage“ sollten deshalb zeitnah die neuen Vorgaben umsetzen.

Eine unfallfreie Zeit

wünscht

E N V I L E X

Umwelt-Arbeitssicherheit

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