Transport von Spraydosen nach ADR

Gepostet am 2. Feb 2013 in Abfall

Seit 2007 gibt es im ADR eine Regelung zur Verpackung von Abfall-Spraydosen:

Die Sondervorschrift 327.
Hier können Spraydosen im losen Wurf (auch ohne Kappen) unter den Bedingungen der SV 327 befördert werden.
Insbesondere sind Maßnahmen zur Verhinderung der Bildung einer explosiven Atmosphäre zu ergreifen.
Spraydosen enthalten i.d.R. Propan als Treibmittel.
Propan ist schwerer als Luft, so dass der Behälter gut belüftet werden muss.
Der Transport darf nur auf belüfteten Fahrzeugen stattfinden.

Es gibt hierzu verschiedene Systeme. Z.B. Kisten aus Pappe mit Entlüftungslöchern (oben und unten).
Bei Anwendung der P003 (bis 55 kg bei Pappe bzw. 125 kg) muss die Verpackung nicht bauartzugelassen sein, jedoch den Bauvorschriften aus Abschnitt 6.1.4 entsprechen. Für größere Mengen an Spraydosen müssen Großverpackungen verwendet werden. Hier gibt es auch bauartzugelassene Systeme (sehen so ähnlich aus wie Gitterboxen). Zusätzlich ist zu beachten, dass viele Finalentsorger mittlerweile Verpackungen verlangen, in der keine elektrostatische Aufladungen möglich sind. (Grund: tödlicher Unfall mit einem Kunststofffass aufgrund elektrostatischer Aufladung).

Wenn Sie dennoch nach Ausnahme 20 verpacken wollen, sind folgende Bedingungen zu erfüllen:

  • Kunststofffass (X-codiert) mit Entlüftungsventil verwenden
  • Spraydosen lagenweise mit Füllstoffen verfüllen
  • Gefahrzettel 2.1 aufkleben (nicht die UN-Nummer!)
  • Beförderungspapier: „Gefährliche Abfälle, Gefahrzettel 2.1, Gruppe 1; Ausnahme 20“

 

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