Allgemein

UNTERWEISUNG VON MITARBEITERN

Gepostet am 15. Apr 2020 in Allgemein, Arbeitssicherheit

 

Wann müssen Sie unterweisen?

 

 

 

Welche Gefährdungen Sie in Ihrem Betrieb ermitteln und welche Schutzmaßnahmen Sie dagegen ergreifen, muss für alle Kollegen transparent sein.

Nur dann können diese auf sich selbst aufpassen.

Neben den Anlässen für Unterweisungen z.B. bei neuen Mitarbeitern, neuen Arbeitsmitteln, Gefahrstoffen oder neuen Arbeitsbedingungen – müssen Sie in folgenden Situationen unterweisen:

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DAS SICHERHEITSDATENBLATT

Gepostet am 14. Apr 2020 in Allgemein, Arbeitssicherheit

DAS SICHERHEITSDATENBLATT                                                                                                    Ein „KANN“ oder  ein „MUSS“

Viele Menschen gehen tagtäglich oder gelegentlich, beruflich bedingt, mit Gefahrstoffen um.

Doch aus welchem Gesetz oder aus welcher Verordnung ergibt sich die Pflicht für ein Sicherheitsdatenblatt und wer muss diese Informationen bereitstellen?

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ASR A 3.7-Lärm

Gepostet am 22. Sep 2019 in Allgemein

Wozu braucht man jetzt noch eine Technische Regel (ASR A3.7-Lärm) für Arbeitsstätten?

Sowohl die ASR A3.7-Lärm als auch die TRLV-Lärm regeln den Schutz vor Gefährdungen durch Lärmeinwirkung bei der Arbeit.

Sie haben aber unterschiedliche Anwendungsbereiche.

Die TRLV-Lärm gilt für Arbeitsbereiche, in denen innerhalb eines Arbeitstages Dauerschallpegel von mindestens 80dB(A)bzw. Spitzenschalldruckpegel von mindestens 135dB(C) auftreten.

Die ASR A3.7-Lärm hingegen gilt für Arbeitsbereiche unterhalb von 80dB(A).

Denn auch bei solchen Dauerschallpegeln kann es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen. Hierzu gehören reversible Hörschäden, vor allem aber gesundheitliche Auswirkungen wie Stressreaktionen und Bluthochdruck.

Laut Arbeitsstättenverordnung ist der Schalldruckpegel so niedrig zu halten, wie es nach der Art des Betriebes möglich ist.

In der ASR A3.7-Lärm sind dafür für verschiedene Tätigkeiten maximal zulässige Beurteilungspegel festgelegt

TÄTIGKEITSKATEGORIE I

Maximaler Beurteilungspegel 55dB(A)

Tätigkeiten, die eine hohe Konzentration oder eine hohe Sprachkonzentration erfordern, z.B.

  • Wissenschaftliches und/oder kreatives Arbeiten
  • Ärztliche Untersuchungen
  • Besprechungen in Konferenzräumen

TÄTIGKEITSKATEGORIE II

Maximaler Beurteilungspegel 70dB(A)

Tätigkeiten, die eine mittlere Konzentration oder Sprachverständlichkeit erfordern, z.B.

  • Allgemeine Bürotätigkeiten
  • Bedienen von Beobachtungs-, Steuerungs- und Überwachungsanlagen in geschlossenen Messwarten und Prozessleitwarten
  • Tätigkeiten mit Publikumsverkehr

TÄTIGKEITSKATEGORIE III

Beurteilungspegel ist unter Berücksichtigung betrieblicher Lärmminderungsmaßnahmen so weit wie möglich zu reduzieren

Tätigkeiten, die einer geringeren Konzentration oder Sprachverständlichkeit bedürfen, z.B.

  • Handwerkliche Tätigkeiten
  • Tätigkeiten an Fertigungsmaschinen
  • Reinigungsarbeiten

Die Grundlage des Beurteilungspegels ist die Messung des Dauerschallpegels. Dabei werden alle Geräusche erfasst, allerdings ohne die Eigengeräusche der Person, deren Arbeitsplatz beurteilt wird.

Steht keine Messtechnik zur Verfügung, kann eine lärmbezogene Arbeitsplatzbegehung durchgeführt werden. Dabei wird ermittelt, ob z.B. ein Raum „hallig“ wirkt, ob Lärmquellen im Zimmer stehen oder on Lärm von außen eindringt.

Können die vorhandenen Lärmquellen bereits im Rahmen der Begehung eliminiert werden, sind keine weiteren Ermittlungen oder Maßnahmen erforderlich.

Eine unfallfreie Zeit wünscht

         E N V I L E X

Arbeitssicherheit-Umwelt

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Neuerungen ab April 2019 Neue PSA-Einstufung für Gehörschutz

Gepostet am 26. Mrz 2019 in Allgemein, Arbeitssicherheit

Ab dem 21. April 2019 dürfen persönliche Schutzausrüstungen (PSA) vom Hersteller nur noch in Verkehr gebracht werden, wenn sie der Verordnung (EU) 2016/425 (PSA-Verordnung) entsprechen. 

In dieser Verordnung wird Gehörschutz neu als PSA der Kategorie III eingestuft. 

Für die Benutzer dieser PSA werden damit Unterweisungen mit Übungen zur Pflicht.

Bisher war Gehörschutz in der niedrigeren Kategorie II eingestuft. 

Die nun höhere Kategorie III umfasst PSA gegen tödliche und irreversible Schäden. 

Für die Produktion und den Einsatz von PSA in dieser Kategorie gelten damit höhere Anforderungen als für PSA der Kategorie II. 

Das hat auch Auswirkungen auf die Anwender, denn eine Einstufung in Kategorie III führt zwingend dazu, dass Unterweisungen mit Übungen im Gebrauch der PSA für die Benutzer durchgeführt werden.

Was müssen die Anwender beachten?

Für die Anwender ergibt sich folgende neue Anforderung: 

Wenn eine PSA der Kategorie III zum Einsatz kommt, sind für die Benutzer dieser PSA Unterweisungen mit Übungendurchzuführen. 

Grundlage dafür ist die DGUV Vorschrift 1, § 31, die sich auf PSA bezieht, 

die gegen tödliche Gefahren oder bleibende Gesundheitsschäden schützen soll.

Die Unterweisungen sind einmal jährlich durchzuführen. 

Hinweise liefert die „Unterweisungsrichtlinie zur qualifizierten Benutzung von Gehörschutz“ (Anhang 6 der DGUV Regel 112-194). 

Darin sind Themen und Aspekte beschrieben, die bei der Benutzung von Gehörschutz kritisch sein können und möglicherweise die Schutzwirkung reduzieren. 

Insbesondere das richtige Einsetzen von Gehörschutzstöpseln aus Schaumstoff erfordert Sorgfalt und Training. 

Genau dies soll durch die Unterweisung für PSA der Kategorie III erreicht werden.

Wie erfolgt die Unterweisung einer PSA der Kategorie III?

Die Person, die auch die Unterweisung vornimmt, sollte die praktischen Übungen anleiten und beaufsichtigen. Diese Person sollte in der Lage sein, die korrekte Benutzung von Gehörschutz zu demonstrieren und typische Fehler bei der Benutzung durch die Beschäftigten zu erkennen. In der Regel ist dies der Unternehmer oder die Unternehmerin bzw. der oder die Vorgesetzte (DGUV Vorschrift 1, § 4), dem oder der jedoch die DGUV Regel 112-194 soweit bekannt sein muss, dass er oder sie die Anweisungen zu den praktischen Übungen entsprechend dem Anhang 6 geben und deren Ausführung beurteilen kann. 

Es bestehen zurzeit keine formalen Anforderungen an die Qualifikation des Unterweisenden zur Benutzung von Gehörschutz. 

Eine Dokumentation der Unterweisung ist aber immer erforderlich!

Auf welche Regelung begründet sich die Pflicht zu einer praktischen Unterweisung für Nutzer von PSA der Kat.3; also künftig auch für Gehörschutz?

In § 31 „Besondere Unterweisungen“ DGUV Vorschrift 1„Grundsätze der Prävention“ ist geregelt, dass für persönliche Schutzausrüstungen, die gegen tödliche Gefahren oder bleibende Gesundheitsschäden schützen sollen, der Unternehmer die nach § 3 Absatz 2 der PSA-Benutzungsverordnung bereitzuhaltende Benutzungsinformation den Versicherten

im Rahmen von Unterweisungen mit Übungen zu vermitteln hat.

Die Bereitstellung persönlicher Schutzausrüstungen durch Arbeitgeber sowie für die Benutzung persönlicher Schutzausrüstungen durch Beschäftigte bei der Arbeit ist in der PSA-Benutzungsverordnung – PSA-BV geregelt. 

Da sich durch die Verordnung (EU) 2016/425 die Einstufung geändert haben, fallen zukünftig z .B. Produkte wie Gehörschutz, Rettungswesten oder PSA zum Schutz gegen Kettensägenschnitte unter die Kategorie III.

Für die praktische Unterweisung gibt es keine Übergangsfrist, da in der DGUV Vorschrift 1 die persönliche Schutzausrüstung, die gegen tödliche Gefahren oder bleibende Gesundheitsschäden schützt, unabhängig von der entsprechenden EU Verordnung, genannt wird.

Eine unfallfreie Zeit wünscht

         E N V I L E X

Arbeitssicherheit-Umwelt

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UNTERWEISUNG GEFAHRSTOFFE

Gepostet am 26. Mrz 2019 in Allgemein, Arbeitssicherheit

Werden in Ihrem Betrieb Gefahrstoffe hergestellt, verwendet, gelagert, transportiert oder entsorgt, müssen Sie Ihre Mitarbeiter über die Gefahren und Schutzmaßnahmen aufklären. Dies müssen Sie in der jährlichen Gefahrstoffunterweisung tun.

Die Gefahrstoffunterweisung ist unumgänglich, weil jeder Mitarbeiter im Betrieb, der mit Gefahrstoffen umgeht, deren spezifische Gefährlichkeit und die dazugehörigen Schutzmaßnahmen kennen muss.

Außerdem ist die Gefahrstoffunterweisung gesetzlich gefordert

Gemäß § 14 Abs. 2 Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) muss der Arbeitgeber sicherstellen, dass seine Beschäftigten „anhand der Betriebsanweisung (…) über alle auftretenden Gefährdungen und entsprechende Schutzmaßnahmen mündlich unterwiesen werden.“ 

Dieser Satz ist besonders wichtig und weist zudem den Unternehmer auf 2 zentrale Verpflichtungen hin:

• Zu Gefahrstoffen muss eine Betriebsanweisung vorliegen! 

   Deren Mindestanforderungen sind in der GefStoffV genannt.

• Die Unterweisung zu Gefahrstoffen muss mündlich erfolgen. 

   Die Unterweisungspflicht kann nicht allein an eine Software delegiert werden.

Außerdem schreibt die GefStoffV eine „allgemeine arbeitsmedizinisch-toxikologische Beratung“ als Teil der Unterweisung vor. Die Gefahrstoffunterweisung muss vor Aufnahme der Beschäftigung erfolgen und mindestens einmal pro Jahr wiederholt werden. Zeitpunkte und Inhalte sind mit Unterschrift der Teilnehmer schriftlich festzuhalten.

Was sind alles Gefahrstoffe?

Unter Gefahrstoffen stellen sich viele Menschen ätzende Säuren oder hochexplosive Chemikalien vor. 

Es sind aber auch viele ganz andere Substanzen, mit denen wir im Alltag und am Arbeitsplatz in Kontakt kommen, die unter Gefahrstoffe fallen.

Nur weil eine Chemikalie in einer Drogerie oder im Baumarkt frei erhältlich ist oder in einer Werkstatt oder auf einer Baustelle eingesetzt wird, bedeutet das noch lange nicht, dass sie ungefährlich ist. 

Dazu gehören neben Benzin oder Schweißrauche auch viele Inhaltsstoffe in Haushaltsprodukten wie Reinigungsmittel, Entkalker, Farben oder Klebstoffe. 

Um diesem Trugschluss vorzubeugen, müssen Gefahrstoffe bzw. gefahrstoffhaltige Produkte mit Warnsymbolen und Warnhinweisen gekennzeichnet werden.

3 Punkte, die in jeder Gefahrstoffunterweisung besprochen werden sollten

1. Die Betriebsanweisung für Gefahrstoffe

In der Betriebsanweisung stehen wichtige Punkte, über die im Rahmen der Unterweisung gesprochen werden muss. 

Besonders folgende Themen sollten in der Unterweisung auch behandelt werden:

• Hinweise auf neue oder geänderte Betriebsanlagen, Arbeitsmittel, 

   Arbeitsverfahren und Arbeitsschutzvorschriften

• Verwendungsbeschränkungen, Verwendungsverbote, Beschäftigungsbeschränkungen

   Beschäftigungsverbote (insbesondere für besondere Personengruppen wie Frauen im

   gebärfähigen Alter, werdende und stillende Mütter oder Jugendliche) 

• Erfahrungen und Schlussfolgerungen aus aktuellen Unfallereignissen mit Gefahrstoffen.

2. Gefahrstoffinformationen

Informieren Sie Ihre Mitarbeiter über das Gefahrstoffverzeichnis. 

Ein Betrieb der mit Gefahrstoffen umgeht, muss über ein Gefahrstoffverzeichnis verfügen und das Gefahrstoffverzeichnis muss für die Mitarbeiter zugänglich sein.

Im Gefahrstoffverzeichnis sind Namen der verwendeten Gefahrstoffe, deren gefährliche Eigenschaften, Lagerorte usw. vermerkt. 

Im Rahmen der Unterweisung muss auch eine allgemeine arbeitsmedizinisch-toxikologische Beratung durchgeführt werden. Soweit aus arbeitsmedizinischen Gründen notwendig, sollte dieser Teil der Unterweisung durch den jeweiligen Betriebsarzt durchgeführt werden.

3. Verhaltensregeln

Bei der Sicherheitsunterweisung geht es nicht nur um die gefährlichen Eigenschaften von Gefahrstoffen. Es muss den Mitarbeitern auch erklärt werden, wie sie ihre Arbeitsaufgabe unter Beachtung nötiger Schutzmaßnahmen ausführen. 

Hierzu gehören auch Hinweise und Anweisungen zum sicheren technischen Ablauf des Arbeitsverfahrens, wie beispielsweise die Kontrolle von Füllstandsanzeigen oder die Beachtung der Warneinrichtungen und letztendlich auch die richtige Benutzung der vorgeschriebenen PSA.

Aufbau einer Gefahrstoffunterweisung

  • Definition von Gefahrstoffen
  • die unterschiedlichen Erscheinungsformen von Gefahrstoffen
  • die verschiedenen Aufnahmewege (Einatmen, Verschlucken, über die Haut)
  • wie sind Gefahrstoffe gekennzeichnet  
  • was kann man aus den Kennzeichen auf dem Gefahrstoffetikett ablesen 
  • wie werden Gefahrstoffe am Arbeitsplatz aufbewahrt
  • was bedeuten die Lagerklassen und die Zusammenlagerungstabelle
  • welche Informationen kann man einem Sicherheitsdatenblatt entnehmen
  • welche PSA wird vorgegeben
  • wo findet man Sicherheitsregeln in der Betriebsanweisung
  • was muss man bei der Entsorgung gefährlicher Stoffe beachten

Und ganz wichtig:

Die Unterweisung ist zu dokumentieren!

Eine unfallfreie Zeit wünscht

         E N V I L E X

Arbeitssicherheit-Umwelt

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