Tragezeitbegrenzung bei FFP2/FFP3 Masken

Gepostet am 19. Nov 2020 in Arbeitssicherheit

Wie lange dürfen FFP2/FFP3-Masken maximal getragen werden?

Wie lange muss der Erholungszeitraum oder eine Pause sein?

In der aktuellen Situation stellen Betriebe vom einfachen Mund-Nase-Schutz oftmals auch ohne nachvollziehbarem Grund auf FFP2-Masken um. Mit verbunden mit dieser Umstellung ist jedoch die Einhaltung sogenannter Tragezeiten.

In der Gefährdungsbeurteilung müssen sowohl beim Tragen von Mund-Nasen-Schutz (MNS) als auch bei der Nutzung von FFP-Masken Zeiträume zur Erholung und Pausen eingeplant werden.

Diese können auch dadurch erreicht werden, dass Tätigkeiten mit Maske und Tätigkeiten ohne Maske im Wechsel geplant werden.

Die Erholungszeit schließt eine leichte körperliche Arbeit nicht aus.

Erholungszeiträume können auch dadurch erreicht werden, dass Tätigkeiten mit Maske und Tätigkeiten ohne Maske im Wechsel geplant werden.

Die berufsgenossenschaftlichen Vorgaben zu den maximalen Tragezeiten,

der Erholungsdauer und den nötigen Pausen bei der Nutzung von FFP2/FFP3-Masken beruht auf der DGUV Regel 112–190.

Hiernach beträgt die maximale Tragezeit grundsätzlich längstens 2 Stunden mit anschließender Mindesterholungsdauer von 30 Minuten.

Bei einer FFP-Maske ohne Ausatemventil beträgt die maximale Tragezeit längstens 75 Minuten mit anschließender Mindesterholungsdauer von 30 Minuten.

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung sollte gemäß DGUV Regel 112–190 berücksichtigt werden, ob aufgrund der Arbeitsschwere, durch Umgebungseinflüsse (wie zum Beispiel Lufttemperatur, Luftfeuchte, Wärmestrahlung) eine geänderte Tragedauer angezeigt ist.

Denkbar ist auch nach kürzeren Tragezeiten entsprechend eine kürzere Erholungsdauer einzuplanen.

Bei der Festlegung sollte der Betriebsarzt hinzugezogen werden.

DGUV Regeln stellen bereichs-, arbeitsverfahrens- oder arbeitsplatzbezogene Inhalte zusammen.

Sie erläutern, mit welchen konkreten Präventionsmaßnahmen die Pflichten zur Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren erfüllt werden können.

Aufgrund ihres besonderen Entstehungsverfahrens und ihrer inhaltlichen Ausrichtung sind DGUV Regeln fachliche Empfehlungen zur Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit.

Andere geeignete Schutzmaßnahmen, die ein vergleichbares Schutzniveau erzeugen, können im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung festgelegt werden.

Fazit

Werden FFP2 oder FFP3 Masken gefordert, muss dies zum Schutze der Mitarbeiter auch umgesetzt werden.

Eine willkürliche Umstellung auf FFP2/FFP3 Masken sollte aber gut überlegt sein, denn im Falle einer Umstellung sind auch die Tragezeiten zu berücksichtigen.

Deshalb der Rat – Bitte genau prüfen ob der M-N-S ausreicht oder ob es wirklich eine FFP2 Maske sein muss.

     Eine unfallfreie Zeit

   wünscht das Team der

        E N V I L E X

Umwelt-Arbeitssicherheit