UNTERWEISUNG VON MITARBEITERN

Gepostet am 15. Apr 2020 in Allgemein, Arbeitssicherheit

 

Wann müssen Sie unterweisen?

 

 

 

Welche Gefährdungen Sie in Ihrem Betrieb ermitteln und welche Schutzmaßnahmen Sie dagegen ergreifen, muss für alle Kollegen transparent sein.

Nur dann können diese auf sich selbst aufpassen.

Neben den Anlässen für Unterweisungen z.B. bei neuen Mitarbeitern, neuen Arbeitsmitteln, Gefahrstoffen oder neuen Arbeitsbedingungen – müssen Sie in folgenden Situationen unterweisen:

  • Kollegen wechseln an einen anderen Arbeitsplatz mit für sie neuen Tätigkeiten.
  • An den Arbeitsplätzen gibt es neue Tätigkeiten oder Änderungen in den Abläufen.
  • Eine Gefährdungsbeurteilung hat neue Gefährdungen ergeben.
  • Eine Betriebsbesichtigung hat zu neuen Erkenntnissen geführt.
  • Es haben sich Unfälle oder Beinahe-Unfälle ereignet.
  • Kollegen haben sich sicherheitswidrig verhalten.

§ 4 der DGUV Vorschrift 1 sagt dazu, die Unterweisung müsse „erforderlichenfalls“ wiederholt werden, mindestens aber einmal jährlich erfolgen.

Auch wenn sich nichts ändert, müssen Sie Unterweisungen mindestens jährlich wiederholen.

Die obigen Anlässe bringen zusätzliche, auf die jeweilige Änderung bezogene Unterweisungen mit sich.

In manchen Fällen müssen Sie Unterweisungen schon halbjährlich wiederholen – etwa für Ihre jugendlichen Kollegen.

Ob jährlich oder halbjährlich: Es muss nicht am selben Stichtag sein, ungefähr genügt.

In § 31 „Besondere Unterweisungen“ DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“ ist geregelt, dass für persönliche Schutzausrüstungen, die gegen tödliche Gefahren oder bleibende Gesundheitsschäden (KAT III) schützen sollen, der Unternehmer die nach § 3 Absatz 2 der PSA-Benutzungsverordnung bereitzuhaltende Benutzungsinformation den Versicherten im Rahmen von Unterweisungen mit Übungen zu vermitteln hat. 

ACHTUNG: Gehörschutz fällt seit April 2019 unter Kat III

Nicht nur Azubis profitieren aber von kürzeren Abständen. Auch für die anderen Kollegen und selbst für die Unterweisenden können sie vorteilhaft sein, da sich so zum Beispiel aktuelle Ereignisse oder saisonale Gefährdungen thematisieren lassen. So sind die Gefährdungen bei Arbeiten im Freien im Sommer andere als im Winter.

Es kann auch sinnvoll sein, Unterweisungen aufzuteilen, um die Inhalte zu straffen und die Dauer der Veranstaltung zu begrenzen, um die Aufmerksamkeit der Teilnehmer nicht zu überfordern.

Sicherheitskurzgespräche lassen sich in vergleichsweise kurzen Abständen durchführen – etwa zu wöchentlich wechselnden Themen.

Dann prägen sich die Inhalte am besten ein.

     Eine unfallfreie Zeit

   wünscht das Team der

           E N V I L E X

Umwelt-Arbeitssicherheit